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4 Räder, 4 Helme und 2000km – zwei Freisbacher Goldwings on tour

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Die Mopeds aufpoliert, gepackt und voll betankt bis zur Unterkante Einfüllstutzen. Die Packtaschen befüllt mit allem was man so für 1 Woche benötigt.

Limone, Gardasee, Italien, Luftbild, Berge, See

Am 28. Mai 2015 um 8:00 Uhr in der Früh ging es also los. Vier Freisbacher Urgesteine mit roten Goldwings wollen über ferne Pässe an die italienische Adriaküste. Es ging zuerst über die B35 nach Stuttgart, Ulm nach Kempten. Der erste Stopp am Allgäuer-Tor zum Tanken, Kaffee und eine kleine Zwischenmahlzeit. Dann ging es weiter in Richtung Reutte zum Fernpass. Auf der Autobahn reihte sich ein Laster nach dem anderen und wir kamen den schneebedeckten Gipfeln immer näher, vorbei an der Zugspitze und in angemessenerer Zeit zur Passspitze. Plötzlich eine Lawine von Bremslichtern vor uns. War das ein Stau?

abfahrt

Ausgerechnet jetzt, wo die Sonne immer kräftiger durchkam. Das Kuriose: Kein Gegenverkehr, also konnte nur eine Ampel ihr Unwesen treiben. Kurzentschlossen zog das Quartett also links an der Blechlawine – soweit es die Einsicht in den Kurven zuließ – vorbei. Frank und Gaby vorneweg und immer mit einem Auge im Rückspiegel, ob Peter und Elke noch in Sichtweite waren. Dann die ersehnte Ampel im Blick die auch noch zufällig grünes Licht signalisierte und die Fahrt konnte weitergehen.

Landschaften, wie aus dem Bilderbuch – Kurven, wie gemalt

Die tolle Landschaft war wie ein Autokino, von guter Qualität. Vorbei an den saftigen Wiesen, ging die Tour über Telfs nach Innsbruck, bis zur Kreuzung Brenner. Das Ziel – Italien – war zum Greifen nahe, nur noch einige 100 Kurven und der Brennerpass sollte in Reichweite sein. Doch dann schlug der Fehlerteufel in der Technik zu: Frank und sein Navi waren sich nicht einig und so landeten die vier auf der Brennerautobahn. Verdammt und zugenäht, das war so nicht geplant und es musste eine Ausfahrt her. Die kam nach zwei Krisengesprächen und Maut von 3€, nach wenigen Kilometern. Wieder auf Kurs hieß die Devise und weiter ging die Fahrt zum Örtchen Matrei. Ein letzter Tankstopp vor der Grenze zu Bella Italia und 5 Minuten Erholung für das Sitzfleisch und los ging es zum Endspurt. Vorbei am großen Brenner Outlet-Center und die Reise nach so richtig Fahrt auf. Der italienische Asphalt fühlte sich genau so vertraut an, und die Maschinen rollten mit je 600 kg leicht ins Tal, bis zur Ortschaft Sterzing. Von hier gab es 2 Möglichkeiten und zwar die leichte und immer geradeaus auf der Bundesstraße SS12 oder die aufwendige Route über das Penserjoch mit 2211 Höhenmeter. Die Entscheidung über die nächsten Kilometer viel einfach und so entschloss man sich für die traumhafte Variante und bog scharf nach rechts ab.

Los ging es mit der Arbeit am Lenker. Die Passstraße wollte bezwungen werden und unser Freisbacher Quartett war motiviert und bereit, die 118 PS starken Goldflügelmaschinen durch die engen Kurven zu treiben. Die Luft wurde deutlich kühler und der Schnee immer dichter und großflächiger und ging zum Teil bis an den Straßenrand. Hoffentlich war der Pass befahrbar, denn keiner wollte umdrehen. Oben angekommen und überglücklich, dass alles reibungslos geklappt hat. Peter und Elke machten zufriedene Mienen und die Abfahrt konnte beginnen. Nach zirka 15 Minuten wurde es wieder ringsum grün und das Tal zeigte sich in seiner vollen Pracht. Die traumhafte Straße wurde von unzähligen Tunnels in allen Variationen unterbrochen, aber die Aussicht immer wieder für einen Bruchteil mit einem tollen Blick auf Felsmassive und Burgen und die abstrakte Natur belohnt. Die Stadt Bozen war erreicht und sofort streichelte das milde mediterrane Klima die Nasen der Truppe und das südländische Flair verzauberte. Quer durch die Stadt führte der Weg zum Hotel Werth. Dort konnten die Maschinen auf null abkühlen und die milde Alpenluft genießen. Nach einer erholsamen Dusche tauchten unsere Reisefreunde kurzerhand in das Stadtleben von Bozen, mit ihren herrlichen Pagoden und schmalen Gassen in der Altstadt, ein und genossen den Abend.

Endlich am Meer – Endlich mal hängen lassen

Ein schnelles ausgewogenes Frühstück und um Punkt 9:00 Uhr, an Tag zwei, wurde die Fahrt wieder aufgenommen. Schnell war die gewohnte Routine auf der Maschine wieder erreicht und es ging erst einmal in Richtung Trient. Jetzt wurde es aufregend und alle Kräfte mussten schnell mobilisiert werden. Durch das Alpengebirge mit unzähligen Tunneln, vorbei an Bassanno del Grappa nach Padua. Bis dahin lief alles gut. Dann jedoch kamen endlos lange Ortschaften und die Landschaft verlor ganz schnell ihren Reiz. Nach nervenaufreibenden 6,5 Stunden für diese Teilstrecke von 362 km wurden die 4 jedoch für ihre Mühen belohnt und das lang ersehnte Hotel machte sich in den Visieren breit. Die Wings also schnell im Hof – zum Glück mit Überdachung – geparkt, alles raus aus den Koffern und auf die Zimmer fertig los. Das Meer und der Strand waren in greifbarer Nähe und 15 Minuten später saß unsere Freisbacher Reisegruppe bereits in den Sonnenstühlen und genossen den Rest des Tages mit Faulenzen und mit dem Genuss feinster mediterraner Küche. Das Glück und die Freude über das erreichte Ziel – nahezu unbeschreiblich.

Wie also Tag Zwei endete, so begann Tag 3. Keiner von den 4 Freisbachern hat Lust und die Motivation, die Motorräder auch nur einen Meter zu bewegen. So wurde dieser Tag zum „Sonnen“-Tag ernannt. Die Sonne des Südens war auch notwendig, denn das Wetter in Freisbach war die letzten Wochen miserabel genug und so war es nicht verwunderlich das alles Mögliche an warmer Energie gespeichert wurde.

Etwas Sightseeing kann kann ja nicht schaden

Die Zeit vergeht wie in jedem Urlaub viel zu schnell, das ist nichts neues. Jedoch heute am vierten Tag sollte zumindest eine kleine Tour gefahren werden. Schließlich wollten auch die Goldwings mehr sehen, als nur den Hinterhof des Hotels. Das Ziel war die Burg und das Franziskaner Kloster von San Marino. Um neun Uhr ging es also in die Sättel. Der einstündige Ritt war aber auch mehr als ausreichend. Die Sonne machte schon ihren Job hervorragend und in Jeans zu fahren war nun etwas angenehmer. Als sich das Ziel vor den Augen der 4 Reisenden also langsam Kurve um Kurve aufbaute, wuchs die Motivation Meter für Meter. „Was für ein imposantes Bauwerk“. Den Tag verbrachten die vier also in den engen Gassen von San Marino und schlängelten sich an den Touristengeschäften vorbei, hin zu verschiedenen Aussichtspunkten. Der Blick über das Vorderland war einfach traumhaft, wo sich einzelne Dörfer und Villen in der bergigen Hügellandschaft säumten.

Am fünften Tag folgte der letzte Urlaubsabschnitt mit einer traumhaften Fahrt nach Limone am Gardasee. Die Taschen wurden also schnell wieder gepackt und – startbereit um 8:30 Uhr – ging es los. Laut Navi sollten es 339 Km werden. Auf der SS16 in Richtung Ferrara und weiter auf 50 Km auf der Schnellstraße, lief es wie auf der Autobahn und die Kilometer spulten nur so runter. Endlich wurde auch die Landschaft wieder anspruchsvoller. Romantische Flüsse schlängeln sich durch Tal und die Berge schauten bei der Kurvenfahrt neidisch zu. Mit etwas Glück und Fingerspitzengefühl konnten unsere vier Reiter bereits 1 Stunde vor Freigabe das Zimmer betreten und schälten sich gleich aus den schweren Lederkluften. Erst mal ein erfrischendes Bad im hauseigenen Pool. Das haben sie sich redlich verdient. Nun sollte jedoch noch die Altstadt von Limone unsicher gemacht und die Gepäckgrenze der Goldwings ausgereizt werden. Ausgestattet mit neuen Kleidern, Taschen und Schuhen, vernichtete die Freisbacher Reisegruppe noch am selben Abend den einen oder anderen Becher Eis im Limone. Wer schon einmal in Italien unterwegs war, weiß dass keiner sein Handwerk so gut beherrscht, wie ein italienischer Eiskonditor.

Das einstige Fischerdorf Limone hat sich in den vergangenen Jahren leider zu einer modernen Touristenhochburg verändert. Doch gibt es hier und da noch kleine verschlafene Ecken in Limone, welche zum Träumen einladen.

An eine Ferienwohnung in Limone war leider nicht zu denken, da sie der Markt weder hergab, noch sind die Vorraussetzungen einfach zu schwierig. Da bleibt nur der Rückweg in den geliebten Heimatort Freisbach. Das Klima zuhause ist ja ähnlich. 🙂

Letzter Tag – noch einmal richtig entspannen

Nun war er also angebrochen. Der letzte Tag. Unsere vier Reisefreunde genossen diesen letzten Tag noch einmal ausführlich am Pool bei Cocktails und Eis und einem ausgiebigen Abendessen, bevor es also am nächsten tag wieder Richtung Freisbach ging.

Nun hieß es also Abschied nehmen vom Gardasee, von der italienischen Gemütlichkeit und dem hervorragenden Essen. Gut gefrühstückt und gedopt – Frank hatte am Vorabend noch ein grippaler Infekt erwischt – konnte die Heimreise beginnen. Die 750km auf der Maschine wollten bezwungen werden. Um 8:15Uhr war Anpfiff zum Endspurt. Alles wieder an seinem Platz und jeder etwas schwerer durch das viele Essen begann die Fahrt. Nach einigen Kommunikationsproblemen mit diversen Navigationsgeräten und schneller Abfertigung am Brenner erreichten unsere vier Reiter wieder deutschen Boden. 200km vorm Ziel wurde noch schnell ein Tisch bei „Stefano“ in Freisbach geordert, damit dieser sagenhafte Ausritt einen gebührenden Abschluss erfahren durfte.

Bei Pizza und Rotwein fachsimpelten unsere vier Reisenden noch über die eine oder andere Tempospitze und träumten bereits vom nächsten Ausritt.

+Ihr Beitrag für Freisbach.de





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